Einblicke in den Studiengang

Projektbeispiele

Stimmen zum Studiengang

1.

Native Advertising – „Werbung im Schafspelz“

werbung-im-schafspelzMedieninhalte, die wie redaktionelle Beiträge daherkommen, aber von Werbekunden bezahlt werden, sind ein Trend im Marketing und der Unternehmenskommunikation. Teilweise wird die Werbeform, auch als „Custom Content“, „Sponsored Content“ oder „Branded Content“ bekannt, bereits als Rettung gefeiert, um die Finanzierung des Online-Journalismus zu sichern. Die Studierenden des Jahrgangs 2013 im Masterstudiengang New Media Journalism haben sich in einem Online-Projekt intensiv mit dem Phänomen auseinandergesetzt, dessen Ergebnisse unter werbungimschafspelz.org abrufbar sind.

In einer nicht repräsentativen Online-Befragung fanden die Studierenden unter anderem heraus, dass Mediennutzer oftmals nicht bemerken, wenn ein journalistischer Beitrag durch einen Anzeigenkunden gesponsert ist – selbst wenn diese sogenannte "Native Ad" klar gekennzeichnet ist. Die neue Werbeform Native Advertising ist weitgehend unerforscht. Daher stießen die Ergebnisse auf viel Interesse. Der „Journalist“, Fachmagazin des Deutschen Journalistenverbandes, berichtete im Juli 2015 über die Umfrage.

Auf der Internetseite haben die Studierenden außerdem weitere Informationen zum Thema gebündelt. Unter anderem liefern sie eine Definition für Native Advertising, erarbeiteten ethische Richtlinien für den Umgang mit dieser Werbeform und fragten eine Reihe von Medienmachern nach ihrer Einschätzung.

2.

Nutzerdialog: Kommentar-Funktionen im journalistischen Umfeld

kommentar-FunktionJournalisten stehen zunehmend im Dialog mit ihren Lesern. Die meisten Online-Redakteure werden ein Lied davon singen können, wie schwierig dies sein kann. Trolle versuchen, in den Kommentarspalten und Foren Unfrieden zu stiften; User erwarten bei Unklarheiten schnelle Antworten. New-Media-Journalism-Studierende des Jahrgangs haben das Thema genauer untersucht. Im Rahmen eines Seminars zu “Internationaler Multimedia-Ethik” befragten Sie unter anderem Kommentar-Verantwortliche und Community-Manager nach ihren Erfahrungen. Ein Ergebnis: Rund 20 Prozent der befragten Redakteure beziehungsweise Social Media Manager macht die Nutzerkommentare journalistisch nutzbar.

Weitere Ergebnisse sind auf einer Tumblr-Seite zusammengefasst. Interessierte finden dort außerdem "10 Gebote" zum Umgang mit Kommentaren im Netz sowie ein Interview mit Sebastian Horn, Community-Redakteur bei „Die Zeit“.

3.

Multimedia-Kodex

multimedia_ethikDürfen private Fotos aus sozialen Netzwerken ohne Einverständnis publiziert oder verlinkt werden? Dürfen Meinungen aus Nutzerforen zitiert werden? Wie ist Werbung auf Internetseiten zu kennzeichnen? Durch die Digitalisierung stellen sich für den Journalismus fortlaufend neue berufsethische Fragen, die nicht immer vor dem Hintergrund der einschlägigen Berufs-Kodizes beantwortet können. Benötigt wird daher eine Ethik für das Multimedia-Zeitalter. New-Media-Journalism-Studierende der Jahrgänge 2009 und 2010 haben sich dieses Themas angenommen und einen Multimedia-Ethik-Kodex entwickelt, der unter multimedia-ethik.net online steht.

Der Kodex enthält neben allgemeinen Grundsätzen Hinweise zu Mitteln und Wegen für einen guten journalistischen Ausdruck für alle Medienformen, Angaben zu Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle sowie Empfehlungen zum Umgang mit Nutzerbeiträgen. Fallbeispiele und Expertenmeinungen runden die Seite ab.

Neben den Studieninhalten sind es vor allem die interessanten Diskussionen mit den Kommilitonen, die mir neue Einblicke verschaffen: Zum Beispiel erschütterte eine Mitstudentin mit ihrer Recherche das Bankwesen Tirols. Aber auch die Methoden, mit denen John Goetz den CIA-Folterskandal aufdeckte, die der Spiegel- Redakteur im Rahmen eines Kamingesprächs verriet, waren nicht unspannend.
Benjamin Wagener Redakteur beim Handelsblatt
Erstaunlich ist, wie nah das NMJ-Studium am Puls der Zeit ist. Die in den Vorlesungen prophezeiten Prognosen treffen immer wieder ein. Entweder am eigenen Arbeitsplatz oder in anderen Unternehmen.
Jan Derrer Leiter Multimedia beim Tages-Anzeiger
Gerade der Journalismus ist stetig im Wandel und ich möchte auf diesem Weg weder in der Masse mitschwimmen noch hinterherhinken, sondern – im Gegenteil – vorangehen.
Miriam Sulaiman Leiterin Kommunikation und Medien der Stadt Innsbruck
In einer Welt, in der das Internet alle Bereiche des Zusammenlebens durchdringt, ist es absolut notwendig, die Rolle des Journalismus zu reflektieren und neu zu denken. Der Studiengang New Media Journalism bietet ideale Voraussetzung dazu.
Markus Eschenauer Redakteur der Rhein-Zeitung
Ich habe den Studiengang New Media Journalism absolviert, weil ich mich mit den Entwicklungen, die meinen Beruf grundlegend verändern, auseinandersetzen wollte. Die Ausbildung gab mir das Rüstzeug, um die Zukunft des Journalismus mit gestalten zu können.
Alexandra Stark Studienleiterin an der Schweizer Journalistenschule MAZ, Referentin und Expertin für Konvergenz
Die Internationalität des Studiengangs mit Seminaren in Hamburg, Leipzig, Salzburg und Luzern finde ich sehr gut. Alle Partner bringen Ihr spezielles Know-how ein. Ich empfehle den Studiengang New Media Journalism allen Journalisten, die ihren Beruf auch in zehn Jahren noch machen wollen.
Sven Jahny Produktionsleiter Online beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR)
Der Studiengang New Media Journalism ist sehr praxisbezogen und aktuell. Das war mir sehr wichtig. Ich wollte zum Beispiel eine Masterarbeit schreiben, die ich und andere Praktiker direkt gebrauchen können. Schließlich habe ich über die Erwartungen von Kindern an Kindernachrichten in digitalen Medien geschrieben – das war bislang unerforscht und die Erkenntnisse fließen jetzt direkt in meine alltägliche Arbeit ein.
Nadia von Euw Kinderzeitschrift JUNIOR
Ich habe inzwischen den Verlag gewechselt und gestalte jetzt das Multimedia-Angebot meines neuen Unternehmens an führender Stelle mit – das hat mir dieses Studium ermöglicht. Es gibt einen fundierten Überblick darüber, wie Inhalte multimedial und crossmedial präsentiert werden können. Zugleich habe ich gelernt, worauf ich dabei besonders achten muss. Ich kann New Media Journalism daher nur empfehlen.
Tobias Köpplinger Multimedia-Redakteur beim Nordbayerischen Kurier