Content-Aufbereitung: Geballte Ladung Insider-Infos

Unter anderem auf dem Lehrplan: Fotos mit interaktiven Elementen versehen. (Foto: MAZ)

Welches die neuesten und kommenden Trends sind, welches journalistische Potential "Wearables" (wie Apples Smartwatch oder Googles Brillen) bergen, welche Apps für Journalisten wichtig sind - dies erfuhren die NMJ-Studierenden des Jahrgangs 2014 am Wochenende am MAZ in Luzern von Ralf Ressmann, Europa-Direktor der World Association of Newspapers & News Publishers (WAN-IFRA).

Davor liessen die NMJ-Studierenden im internationalen Master sich von MAZ-Studienleiter Beat Rüdt zeigen, wie und wo Social Media und produktive Dienste im redaktionellen Einsatz Sinn machen. Der Klassenraum wurde zeitweilig zum Tool-Test-Labor.

In den Wochen davor feilten die 14 Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an ihren eigenen, onlinejournalistischen Multimedia-Produktionen: So bestückten sie Image-Slider, optimierten Web-Videos, banden Grafiken, Töne, Gifs, und Karten ein, texteten Teaser, legten Timelines und lernten rote Fäden in ihren Web-Geschichten zu knüpfen. Und was für Geschichten!

Unter anderem dozierte New Media-Experte Ralf Ressmann von der World Association of Newspapers & News Publishers. (Foto: MAZ)

Unter anderem dozierte New Media-Experte Ralf Ressmann von der World Association of Newspapers & News Publishers. (Foto: MAZ)

Ein Beitrag untersuchte etwa, wie die deutsche Autoblogger-Szene funktioniert, ein anderer stellt ein städtebauliches Projekt vor, ein weiterer ein Schweizer E-Bike-Unternehmen. Eine Teilnehmerin folgte einem Hundeflüsterer, eine andere einem Staubbild-Künstler. Bewegend wurde der Rückblick auf einen Massenselbstmord im zweiten Weltkrieg umgesetzt, Schmunzeln lösten ein "Gustostückerl" aus. Informativ waren auch die Berichte zu Stadthühnern in Zürich, den Dudlerinnen von Wien oder einem Hostel in Leipzig. Alle Beiträge wurden gemeinsam besprochen.

Das Ziel, zu erleben, wie anspruchsvoll und gleichzeitig bereichernd multimediales Produzieren sein kann, wurde nicht nur von jenen erreicht, die mit der Aufgabestellung quasi ins kalte Wasser geworfen wurden, sondern auch von Fortgeschrittenen. Sie legten sich ihre Latte einfach höher. Die Lernkurve war für alle beachtlich. Entsprechend erfreulich fielen die Feedbacks zu diesem Modul aus.

Die Truppe verschiebt sich nun nach Hamburg, wo das Arbeiten mit verschiedenen Formaten und Anwendungen weiter vertieft wird. Im Juli 2015 trifft man sich wieder am MAZ, um sich konvergenten Workflows und dem Redaktionsmanagement zuzuwenden.

Der nächste Jahrgang des berufsbegleitenden Studiengangs New Media Journalism beginnt im Oktober 2015. Studieninteressierte können sich aktuell bis zum 15. August bewerben.